Die Geschichte vom kleinen Muck

Klassiker/Fantasy, DDR 1953

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In einer Stadt im Orient lebt ein buckliger, alter Mann. Von den Kindern gehänselt und gejagt, zieht er sie mit einer Geschichte in seinen Bann - mit seiner Geschichte... Ein kleiner Junge, Muck genannt, wird nach dem Tode seines Vaters von den bösen Verwandten aus dem Haus gejagt. Er zieht in die Wüste, um sein Glück zu suchen, und kommt zu einer wundersamen Alten. Hier gelangt er in den Besitz von rasenden Zauberpantoffeln und einem Stab, der vergrabene Schätze aufspürt. Muck glaubt, das Glück gefunden zu haben, und begibt sich an den Hof des Sultans, um eine Stelle als Schnellläufer anzunehmen. Mit Hilfe seines Wunderstabs steigt er sogar zum Schatzmeister auf. Doch Mucks Karriere erregt den Neid der Höflinge, die ihn in ein Intrigenspiel verwickeln und aus dem Palast jagen. Unterwegs entdeckt er das Geheimnis zweier ungewöhnlicher Feigenbäume. Nun ist er in der Lage, den Höflingen eine Lehre zu erteilen, indem er ihnen Eselsohren an den Kopf zaubert. Er fordert seine gestohlenen Pantoffeln nebst Stöckchen zurück und verhilft Prinz Hassan zu seiner geliebten Amarza, der Tochter des Sultans.Am Ende wandert Muck wieder in die Wüste hinaus. Nicht Reichtum bedeutet Glück, sondern Freundschaft und Hilfsbereitschaft. *** In den letzten Jahren geriet der Filmklassiker mehrfach in die Kritik: In dem für den Literaturunterricht (Klasse 3 bis Klasse 6) konzipierten pädagogischen Material „‘Die Geschichte vom kleinen Muck‘ – Wilhelm Hauffs Märchenwelten in Text und Film“ (Baltmannsweiler 2014) werden das Märchen und seine Verfilmung abgeglichen. Die Herausgeberinnen heben u.a. hervor, dass sie bewusst Hauff und Staudte gewählt haben, da die Umsetzung geeignet erscheint „die einseitige, ja geradezu einfältige aktuelle Sicht auf den Orient zu konterkarieren und den kulturellen Reichtum dieser Welt erleb- und erfahrbar zu machen". Dies erfolge sowohl in der literarischen Vorlage als auch in der Verfilmung, in der der Orient als hoch entwickelte Gelehrtenkultur gezeigt, aber auch normale Alltagssituationen und verlogene Herrschaftsstrukturen dargestellt werden. Zudem wurde der Film kritisch zum Thema "Blackfacing" analysiert, womit das Anmalen weißer Schauspieler sowie die Besetzung „angemalter weißer Schauspieler“ als Sklaven, Unterlegene, Unterdrückte sowie Angehörige anderer Kulturen aufgegriffen wird.

Weitere Informationen

Drehbuch:

Peter Podehl

Vorlage:

Wilhelm Hauff (Märchen "Die Geschichte von dem kleinen Muck")

Komposition:

Ernst Roters

Produktion:

Willi Teichmann

Besetzung:

Thomas Schmidt (Kleiner Muck)

Johannes Maus (Älterer Muck)

Friedrich Richter (Mukrah)

Trude Hesterberg (Ahavzi)

Alwin Lippisch (Sultan)

Originaltitel:

Die Geschichte vom kleinen Muck

Originalsprache:

Deutsch

Weitere Titel:

Der kleine Muck

Die Abenteuer des kleinen Muck

Ein Abenteuer aus 1001 Nacht - Die Geschichte vom kleinen Muck

Format:

4:3 HD, Farbe

Altersempfehlung des KJF:

Ab 6 Jahren

Altersfreigabe:

FSK 6

Sprache:

Deutsch